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Gewinnen Sie mehr Stärke aus Ihrem Weizen

09.01.2006
Die Anwendung der Prinzipien der Biotechnologie in der Nahrungsmittel-/Landwirtschaftsbranche hat sich auf vielfältige Weise als revolutionär erwiesen. Auf dieser Grundlage versuchen die Wissenschaftler, den Stärkegehalt von Weizen zu steigern und somit seinen Nährwert zu verbessern.

Das Ziel des EU-finanzierten MOSSYWE-Projekts bestand darin, die Vorgänge während der Stärkeproduktion in den Zellen von Weizenpflanzen sowie Möglichkeiten zu ermitteln, diese und die dahinter stehenden Komponenten zu beeinflussen. Dies bedeutet im Einzelnen, dass sich die Projektpartner auf die Faktoren konzentrierten, die sich auf den Gehalt von ADP-Glukose (ADPG) im Endosperm des Weizens auswirken. ADPG ist das Substrat für die Stärkesynthese und beeinflusst sowohl den Grad der Synthese als auch die Qualität der produzierten Stärke.

Das Unternehmen Biogemma UK Ltd arbeitete an der Entwicklung und Analyse neuer transgener Weizenlinien mit besonderen molekularen Eigenschaften. Die Veränderung des Gengehalts und somit der Proteinfunktion dieser Linien wurde durchgeführt, um die Funktion spezifischer Zellkomponenten zu beleuchten. Die Forscher untersuchten die Funktion von an Glukosesynthese und -abbau beteiligten Enzymen und die Frage, ob deren Fehlen bzw. deren Verstärkung zu einer Zunahme des Stärkegehalts führen könnte.

Die erzeugten genetischen Konstrukte umfassten Weizenlinien, die verschiedene Mengen von Enzymen bildeten, die an der Erzeugung und an der Zerstörung von Glykogen sowie an der Synthese beteiligt sind. Zelllinien, die unter anderem ATPT1, AGPPase und das mutante glgC16 ausbilden, wurden auf ihren Stärkegehalt hin analysiert und mit Kontrolllinien verglichen. Die Ergebnisse waren unterschiedlicher Art und die Analyse soll zeigen, welche Linien sich für zukünftige Projekte eignen.

Die Folgen dieser Ergebnisse könnten für die Nahrungsmittelindustrie von enormer Bedeutung sein. Das Unternehmen will seine Forschung durch die Zusammenarbeit mit Partnern voranbringen, die aus diesen Entwicklungen einen Nutzen ziehen können.

Dr. Tina Barsby | ctm
Weitere Informationen:
http://www.biogemma.com

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