Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sensoren für die Praxis

04.11.2005


Das Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. (ATB) stellt zur AGRITECHNICA 2005 in Hannover intelligente Technik für den Einsatz in der landwirtschaftlichen Praxis vor, die dazu beiträgt, die Umwelt zu schonen und Kosten bei der Produktion von Lebensmitteln zu sparen.


Sensorimplantat zum Messen mechanischer Belastungen bei empfindlichen Produkten Quelle: ATB


Pendelsensor "CROP-Meter" erfasst die Bestandesdichte Quelle: ATB



Die vielfältigen innovativen Lösungen mit großer Wirkung wurden in enger Zusammenarbeit mit Landwirtschaft und Industrie entwickelt. Vorgestellt wird beispielsweise ein in Früchte implantierbarer Miniatursensor, mit dem mechanische Belastungen gemessen werden, denen z.B. ein Apfel oder eine Kartoffel bei Ernte, Transport, Sortierung und ähnlichen Prozessen ausgesetzt ist. Diese können somit beseitigt und Verluste durch Beschädigungen gemindert werden.

... mehr zu:
»ATB »Früchte »Sensor


Gezeigt werden auch zwei am Institut erprobte und in Produktionsprozesse eingepasste elektronische Nasen. Die "Biogasnase" ermöglicht eine bessere Prozesssteuerung bei der Biogaserzeugung. Fehlentwicklungen des Gärprozesses im Fermenter werden "erschnüffelt" und erlauben gezieltes Gegensteuern. Eine weitere elektronische Nase kommt bei der Lagerung von Obst zum Einsatz, um dort von Verderberregern befallene oder überreife Früchte anhand von spezifisch veränderter Umgebungsluft zu identifizieren.
Am Stand wird auch die Wirkungsweise des Pendelsensors, eines Arbeitsgerätes für die Präzisionslandwirtschaft gezeigt. Sensor misst während der Feldfahrt die Dichte des Pflanzenbestandes und ermöglicht unmittelbar die bedarfsangepasste Dosierung und Ausbringung von Düngemitteln und Fungiziden. Durch die Mengeneinsparung wird die Umwelt geschont bei verringerten Kosten für den Landwirt. Eine ähnliche Wirkung wird mit dem opto-elektronischen Unkrautsensor erzielt: die online-Erkennung unterschiedlichen Unkrautvorkommens macht es möglich, nur dort zu spritzen, wo wirklich Unkraut wächst.


Diese sowie weitere Forschungsarbeiten von Projekten des BMBF-Förderschwerpunktes "Agrartechnik - Integrierter Umweltschutz" zeigt das ATB auf einem Gemeinschaftsstand auf der Agritechnica unter dem Motto "Verbundforschung - Sensoren für die Praxis". Der Stand befindet sich in Halle 08 (Stand B 14).

Die internationale Fachausstellung für Agrartechnik findet vom 6. bis 12. November 2005 auf dem Messegelände Hannover statt und wird von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) ausgerichtet.

Helene Foltan | idw
Weitere Informationen:
http://www.atb-potsdam.de

Weitere Berichte zu: ATB Früchte Sensor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Klimawandel – die Tanne sticht Fichte und Buche aus
10.08.2017 | Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL

nachricht Feuerbrand bekämpfen und Salmonellen nachweisen
14.06.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie