Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ernährung und Landwirtschaft

28.08.2001


Vorabmeldung der Ausgabe 17 vom 1. September 2001

Hürden für EU-Beitrittskandidaten

In den Ländern Mittel- und Osteuropas (MOEL) hält der tiefgreifende Wandel in der Agrarwirtschaft an. Subventionsabbau und Systemumbau sollen die EU-Beitrittskandidaten fit machen für die EU und die Vorgaben der Welthandelsorganisation WTO. Doch die traditionellen Strukturen sind noch lange nicht auf westeuropäischem Niveau. Allein in Polen ist noch jeder vierte Arbeitnehmer in der Landwirtschaft beschäftigt. Zahlreiche Kleinbetriebe, veraltete Produktionsmethoden, Kapitalmangel und Überbestände - noch sind viele Hürden zu überwinden. Entsprechend schmerzhaft ist der Anpassungsprozeß.(Ralf Hartmann)

Neues Vertrauen in Wurst und Fleisch

Die Distanz gegenüber Rindfleisch nimmt ab. Ein Rest Unsicherheit der Verbraucher in die Fleischproduktion ist dennoch geblieben. Um verlorengegangenes Vertrauen wieder zurückzugewinnen, starten Politik, Industrie und Verbände zusätzliche Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Ein wichtiges Projekt ist unter anderem der Zusammenschluß zur "Qualitätspartnerschaft Fleisch". (Steffan Holler)

Mit Klasse nach vorn?

Die grüne Landwirtschaftsministerin Renate Künast will den ökologischen Landbau von derzeit drei Prozent bis zum Jahr 2010 auf 20 Prozent ausweiten. Der Agrarwandel soll unter anderem durch die Einführung von Gütesiegeln vollzogen werden. Öko-Produkte in Supermärkten und Fast-Food-Ketten ist das Ziel. Außerdem plant Künast die vorzeitige Abschaffung der Legebatterien in Deutschland. Sie will den konventionellen Käfig fünf Jahre früher als es EU-Richtlinien vorsehen, verbieten. Klasse statt Masse lautet der Slogan aus dem Ministerium für Landwirtschaft. Nicht alle Beteiligten glauben, daß diese Rechnung aufgehen wird. (Sabine Scholz)

Lücke in der Agrarversicherung

Der ökonomische Druck auf den europäischen Landwirt wächst. Zum einen durch die Agenda-2000-Beschlüsse, die in der Agrarpolitik die Senkung der Interventionspreise und Flächenstillegungen vorgeben. Zum anderen werden innerhalb der WTO Subventionen abgebaut. Gleichzeitig steigen die Risiken durch Naturgefahren, wie Dürre, Stürme, Überschwemmungen und Tierseuchen. Anders als in den USA jedoch gibt es in Europa für Katastrophen kein einheitliches Risikomanagement.(RH)

Sabine Frenzen | ots
Weitere Informationen:
http://www.pribag.de

Weitere Berichte zu: Ernährung Hürden Künast Mittel- und Osteuropa WTO

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Kaskadennutzung auch bei Holz positiv
11.12.2017 | Technische Universität München

nachricht Warum pflanzt man Bäume auf dem Acker?
29.11.2017 | Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mitochondrien von Krebszellen im Visier

14.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Grazer Forscher stellen Methode zur dreidimensionalen Charakterisierung vulkanischer Wolken vor

14.12.2017 | Geowissenschaften

Leibniz-Preise 2018: DFG zeichnet vier Wissenschaftlerinnen und sieben Wissenschaftler aus

14.12.2017 | Förderungen Preise