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Erkennung und Bekämpfung eines Maisschädlings

27.04.2005


Angesichts der in den letzten Jahren erfolgten Verbreitung des Westlichen Maiswurzelbohrers (WCR - Western Corn Rootworm) in Italien stellt dieser Käfer eine zunehmende Gefahr für den europäischen Maisanbau dar. Die EU wurde deshalb aufgefordert, geeignete Maßnahmen zur Ausrottung des WCR und zum Schutz der Maisfelder zu ergreifen.


Im Rahmen des DIABROTICA-Projekts der EU sollte ein innovativer Ansatz für die Bekämpfung des WCR entwickelt werden. Der erste Schritt innerhalb dieses Prozesses war das Verständnis der Ökologie und der biologischen Mechanismen dieses Schädlings. Die DIABROTICA-Forscher haben auch geeignete Mittel zur langfristigen Überwachung des WCR erarbeitet und damit der Dynamik dieser Käferpopulation entsprochen.

Die Überwachungsprotokolle können in empfindlichen oder neu befallenen Regionen implementiert werden, um die Populationshöhen über einen längeren Zeitraum zu verfolgen. Es wurden Fallen mit Sexuallockstoffen (PAL) genutzt. Diese erwiesen sich selbst bei der Erkennung von geringen Populationszahlen als sehr effektiv. Die Fallen müssen in der Nähe des Maiskolben platziert werden und können für einen Zeitraum von etwa 45 Tagen verwendet werden. Jeder Teil des Feldes eignet sich für die Anwendung der PAL-Fallen. Es sollten jedoch mehr Fallen eingesetzt werden, wenn sehr niedrige Populationszahlen bestimmt werden sollen.


Die Nutzung der Fallen auf Feldern in der italienischen Region Venetien, auf denen eine Vielzahl von Pflanzen angebaut wird, zeigte, dass der WCR ausschließlich auf Maisfeldern gefangen wird. Derartige Ergebnisse unterstreichen die engen Verbindungen zwischen Maismonokulturen und dem Auftreten des WCR in Europa.

Diese Protokolle sind Teil eines allgemeinen Rahmenwerks, das auf die Ausrottung des WCR auf europäischen Maisfeldern gerichtet ist. Es ist aber auch wahrscheinlich, dass sich die hier beschriebenen Methoden ebenso zur Ansprache ähnlicher Bedingungen eignen, die von anderen Schädlingen in Europa und anderen Teilen der Welt hervorgerufen werden.

Dr. Lorenzo Furlan | ctm
Weitere Informationen:
http://www.unipd.it

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