Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schutz der mediterranen Forellenpopulation

15.12.2004



Die Sterberate der Regenbogenforelle im Mittelmeer aufgrund von Infektionskrankheiten wird in den Sommermonaten auf bis zu 50% geschätzt. Der merkliche Einfluss auf das wirtschaftliche Leben und die Fischindustrie in dieser Region ist offensichtlich. Im Rahmen des Forellenstreptokokken-Projektes sollen die molekularen Mechanismen beleuchtet werden, die der Infektion dieser Fischpopulation zu Grunde liegen, und die verfügbaren Kenntnisse in diesem Bereich verbessert werden.


Die am häufigsten auftretenden mikrobischen Krankheitserreger, die mit der Regenbogenforellensterblichkeit zusammenhängen, sind Lactococcus garvieae and Streptococcus iniae. Im Rahmen des Projektes wurde geschlussfolgert, dass die frühen Infektionsstadien der Schlüssel zum Krankheitsausbruch oder der Bekämpfung des Krankheitserregers sind. Ein großer Beitrag, der im Rahmen des Forellenstreptokokken-Projektes geleistet wurde, war die Entwicklung spezieller Zelllinienmodelle. Diese Modelle wurden für die Untersuchung des Zusammenspiels der Krankheitserreger mit den Fischzellen und des Verhaltens der Immunreaktionen in vivo und in vitro angewandt. Derartige Modelle haben laufende Untersuchungen unterstützt und eine Reihe von Schlussfolgerungen ermöglicht.

Neben dem erfolgreichen Aufbau von Tier- und Reagenzglasmodellen untersuchte das Forscherteam des Institut National de la Recherche Agronomique die weißen Blutzellen der Forellen. Die Forscher konnten auch ein neues mechanisches Verfahren für die schnelle Entnahme solcher Zellen aus dem Fischdarm entwickeln. Wichtige Aspekte des Zellaufbaus und der Zellfunktion wurden aufgezeigt und die Rolle dieser Zellen bei der Immunreaktion untersucht.


Alles in allem wurden neue Einblicke in den Ausbruch von Infektionen bei Regenbogenforellenpopulationen gewonnen. Diese neuen Kenntnisse können wichtige Auswirkungen für die Prophylaxe und Behandlung von Fischpopulationen im Mittelmeerraum haben.

Kontakt:

Stefan Chilmonczyk
Institut National de la Recherche Agronomique
Scientist of the Unite de Virologie et Immunologie Moleculai
Domaine de Vilvert, 78352 Jouy-en-Josas, Frankreich
Tel: +33-1-34652476, Fax: +33-1-34652621
Email: stephan@jouy.inra.fr

Stefan Chilmonczyk | ctm
Weitere Informationen:
http://www.inra.fr/

Weitere Berichte zu: Immunreaktion Infektion Kenntnisse Krankheitserreger

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Julius Kühn-Institut etabliert Forschungszentrum für landwirtschaftliche Fernerkundung (FLF)
22.03.2017 | Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

nachricht Im Drohnenflug dem Wasser auf der Spur
03.03.2017 | Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise