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Die Auswirkungen der Verschmutzung von Nahrungsmitteln und Wasser

07.12.2004


Es wurde eine semiquantitative Risikobeurteilung durchgeführt, die sowohl grundlegende Annahmen als auch Schlimmstfall-Szenarien einschließt, die sich auf den neuen Krankheitserreger Cryptosporidium parvum und dessen Einfluss auf die Lebensmittelbranche und die Wasserindustrie beziehen.



Die durchgeführten Studien haben sich mit dem Infektionspotenzial und der Überlebensfähigkeit von Cryptosporidium parvum in Rindfleisch, Wasser und Salat beschäftigt. Dazu wurde der Einfluss von Belastungen wie Hitze, Frost und chemischen Konservierungsstoffen auf den Parasiten untersucht. Das Modell basiert auf der Verteilung und dem Vorkommen des Kryptosporidiose-Erregers in Wasser und Lebensmitteln sowie auf dem Reduktionspotenzial der Oozysten, die ein beliebiges Behandlungsverfahren hervorbringen kann. Zusätzlich wurde auch die Menge der verunreinigten Lebensmittel und des verschmutzten Wassers bewertet und in Beziehung zur Prozentzahl der Personen gesetzt, die infiziert wurden und bei denen die Krankheit ausgebrochen ist.



Somit konnten nach der Identifizierung und Charakterisierung der Gefahren, der Beurteilung der Exposition sowie der Qualifizierung der damit verbundenen Risiken einige allgemeine Schlussfolgerungen gezogen werden. Eine Haupterkenntnis in Bezug auf Wasser war, dass hinsichtlich seines Ursprungszustandes das von Trinkwasser ausgehende Risiko gering ist. Kontaminiertes Wasser kommt meistens in Gebieten mit ungeschützten Wasservorkommen vor, z.B. dort wo Viehbestände, Viehabfälle oder Sickerwasser landwirtschaftlicher Flächen auftreten.

Das größte Risiko für Rindfleisch liegt in der Verseuchung durch Fäkalien. Jedoch zerstören Einfrosten, Auftauen und Kochen die Eigenschaften des Parasiten und verringern so das Infektionsrisiko. Salat wird auch durch Viehdung und bei Regen durch landwirtschaftliches Sickerwasser verunreinigt. Das Infektionsrisiko kann hier nur durch Waschen und Entfernen der äußeren Blätter reduziert werden. Außerdem sollte man auf die Lagerdauer und -temperatur achten.

Da es nun Routineverfahren für die Isolierung, Erkennung und Typisierung des Kryptosporidiose-Erregers in Lebensmitteln und Wasser gibt, können diese auch für epidemiologische Studien und Untersuchungen zu Impfstoffen eingesetzt werden. Darüber hinaus können praktische Verfahren zur Kontrolle des Krankheitserregers in der Lebensmittelbranche und Wasserindustrie weiterentwickelt werden.

Dr. Geraldine Duffy | ctm
Weitere Informationen:
http://www.teagasc.ie/

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