Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unter Strom: Die Hochfrequenz-Therapie

12.08.2004


Viele Patienten schwören auf die Hochfrequenz-Therapie. Ein Pionier dieser Therapieform war der österreichische Arzt Dr. Otto Nuhr (1912-1989). In das von ihm gegründete Kur- und Rehabilitationszentrum kommen Patienten aus ganz Europa.


Nuhr-Zentrum Senftenberg meldet besondere Erfolge bei kurmäßiger Anwendung


Kontakte mit Strom sind meist äußerst unangenehm. Weidezäune, Kurzschlüsse bei Haushaltsgeräten oder andere Begegnungen der schmerzhaften Art kennt fast jeder. Dass Strom Schmerzen lindert, ist weniger bekannt. Dabei hat die Elektrotherapie eine lange, durchaus erfolgreiche Geschichte. Unterschieden wird zwischen Verfahren mit überwiegend schmerzlindernder Komponente und Verfahren mit überwiegend durchblutungsfördernder Wirkung sowie Verfahren zur Muskelstimulation bei Muskelschwäche. Bei Leiden des rheumatischen Formenkreises wird die Elektrotherapie vor allem zur Schmerzreduktion eingesetzt.

Viele Patienten schwören auf die sogenannte Hochfrequenz-Therapie, salopp gelegentlich auch als "100.000-Volt-Therapie" bezeichnet. Vor mehr als 100 Jahren stellte Heinrich Hertz seine grundlegenden Untersuchungen über elektromagnetische Wellen an. Etwa zur gleichen Zeit (1891) gelang es dem Ingenieur Nikola Tesla, einen Hochfrequenztransformator zu bauen, der es gestattete, die hochfrequente Spannung auf mehrere hunderttausend Volt zu transformieren. Es war der französische Physiologe Jacques-Arsène d’Arsonval, der 1892 erstmals Hochfrequenzströme auch für Heilzwecke empfohlen hatte. Bei den hohen Spannungen war es möglich, die Hochfrequenzströme in Form von langen Funkenentladungen auf den Patienten sprühen zu lassen. Die sogenannten Arsonvalströme sind trotz ihrer hohen Spannung für den Menschen ungefährlich.


Pionier der Hochfrequenz-Therapie: Dr. Otto Nuhr

Ein Pionier der Hochfrequenz-Therapie war der österreichische Arzt Dr. Otto Nuhr (1912 bis 1989), der diese Therapieform weiterentwickelte und modifizierte.

Bei der lokalen Anwendung der Hochfrequenz-Therapie nach Dr. Nuhr wird der zu behandelnden Körperregion des Patienten eine bürstenförmige Elektrode gegenübergesetzt, welche mit dem einzelnen Pol der Sekundärspule des sogenannten Tesla-Transformators verbunden ist. Aus dieser Bürstenelektrode strömt ein Glimmlicht, das bei genügender Spannung oder bei Verringerung des Abstandes zwischen Bürste und Patienten in ein Büschellicht und schließlich in elektrische Funken übergeht.

Die spezifischen Wirkungen dieser Hochfrequenzströme sind Vertiefung der Atmung, Bradykardie, Verkleinerung des Herzschattens, Verstärkung der Systole und eine initiale Blutdruckerhöhung mit nachfolgender Blutdrucksenkung durch Verminderung des innervatorisch bedingten peripheren Widerstands. Im speziellen werden durch die Hochfrequenz-Therapie nach Dr. Nuhr übergeordnete Steuermechanismen positiv beeinflusst.

Ein besonders auffallendes Ergebnis bei kurmäßiger Anwendung, welches sich auch in wissenschaftlichen Untersuchungen unter Leitung des renommierten "Kurexperten" Prof. Dr. Wolfgang Marktl vom Institut für Medizinische Physiologie und Umweltphysiologie der Universität Wien zeigte, war eine Beeinflussung des Hormons Cortisol. Dieses Hormon ist eines der so genannten Stresshormone und hat unter anderem die Aufgabe, den Energiestoffwechsel und eine Reihe von Funktionen zu aktivieren, um den Körper in die Lage zu versetzen, mit höheren Anforderungen fertig zu werden.

Die Hochfrequenz-Therapie ist daher im Kur- und Rehabilitationszentrum Dr. Nuhr im österreichischen Senftenberg ein wesentlicher Bestandteil in der Therapie von Wirbelsäulen- und Bandscheibenerkrankungen sowie bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, aber auch bei arteriellen Durchblutungsstörungen oder bei Überarbeitung, Stresszuständen und Nachlassen der körperlichen Leistungsfähigkeit.

Schon Marika Rökk und Bruno Kreisky kurten in Senftenberg

Patienten aus ganz Europa, und vor allem aus Deutschland, kommen in die 1954 von Dr. Otto Nuhr als "Gesundheitszentrum" gegründete Kur- und Rehabilitationsklinik nach Senftenberg, die für ihr integratives Therapiespektrum im Bereich physikalischer Medizin und Rehabilitation (Schwerpunkte: Elektrophysikalische Medizin und Hydrotherapie) bekannt ist. Der idyllisch zwischen Weinbergen eingebettete Kurort Senftenberg liegt, knapp eine Stunde entfernt von Wien, am Rande des Weltkulturerbes Wachau.

Das Gästebuch des Klinikums belegt eindrucksvoll, dass "Kuren im Nuhr-Zentrum Senftenberg" schon immer etwas besonderes war: Hans Albers, Marika Rökk, Hans Moser, der deutsche Bundespräsident Lübke und der österreichische Bundeskanzler Bruno Kreisky vertrauten sich - präventiv oder kurativ -dem Mediziner- und Therapeutenteam des Zentrums an und schätzten darüber hinaus nicht selten die "heilende" Wirkung des Weines, der in diesem gesegneten Landstrich wächst.

RedakteurInnen und JournalistInnen sind im Rahmen des Programm "Medizin und Medien im Dialog" zu einer Recherchereise vom 22. bis 24. September 2005 ins Nuhr-Zentrum Senftenberg eingeladen. Weitere Informationen dazu sowie das detaillierte Programm können unter info@textur.de angefordert werden.

Dr. Gerhard Gensch | pts - Presseinformation (D)
Weitere Informationen:
http://www.nuhr.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Arten verschwinden, Pflanzenfraß bleibt
07.02.2017 | Georg-August-Universität Göttingen

nachricht DFG-Projekt: Biodiversität, Interaktion und Stickstoffkreislauf in Grünlandböden
31.01.2017 | Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie