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Äthylen für verringerte Anfälligkeit gegenüber Bodenaustrocknung

13.07.2004


Bis heute ist Äthylen als ein natürlich vorkommender Stoff bekannt, der die Reifung und Färbung von Früchten auslöst. Äthylen hat aber im Bereich der Tomatenzüchtung eine neue Funktion übernommen und sorgt jetzt dafür, dass das Pflanzenwachstum weniger anfällig auf Bodenaustrocknung reagiert, die aus der Bewässerung nur einer Pflanzenreihe resultiert.



Um die Äthylen-Produktion zu erhöhen, wurden transgenische Tomatenpflanzen (die ein künstlich hinzugefügtes genetisches Material von anderen Arten enthalten) verwendet, die über ein stillgelegtes Gen (d.h. ein Gen mit unterdrückter Aktivität) verfügen. Dadurch wurde die Wachstumsrate der Blätter eingeschränkt. Die Pflanzen waren dadurch in der Lage, in vergleichbar trockenem Boden weiterzuwachsen.

Die traditionelle Bewässerung fördert die Salzhaltigkeit des Bodens, was wiederum die Bodenfruchbarkeit vermindert und die Entwässerung verschlechtert. Der Vorteil einer verbesserten Wassernutzungseffizienz besteht deshalb in der geringeren Anfälligkeit gegenüber Bodenaustrocknung. Mit dieser Anwendung kann die Tomatenpflanze zeitig reifen und geerntet werden, was gerade in den Wintermonaten einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Züchtern bringt. Weitere Ziele waren die Steuerung der vegetativen Wachstumskraft und die Reduzierung der Düngernutzung ohne Beeinflussung der Ernteerträge und der Fruchtqualität.


Die ausgiebige Nutzung von Pestiziden ist wegen ihrer Auswirkungen auf die Umwelt zunehmend bedenklich. Verschiedene chemische Substanzen von Pestiziden gelangen in den Boden und verbinden sich mit Bodenstoffen. Das kann gefährliche Folgen für die betroffenen ökologischen Systeme haben. Durch eine Einschränkung der Düngernutzung wird die Menge an Stickstoff, die in die Erde sickert, reduziert. Infolgedessen wird auch das Risiko einer Grundwasserverschmutzung minimiert. Eine Implementierung dieser Anwendung kann bedeutende Einflüsse auf die Landwirtschaft in semiariden Mittelmeerregionen haben, wo die Wasservorräte immer knapper werden. Das kann folglich enorme Auswirkungen auf den kommerziellen und globalen Markt haben.

Kontaktangaben:

Prof William Davies
Lancaster University
LA1 4YQ Lancaster, Großbritannien
Tel: +44-1524-5910203, Fax: -843854
Email: w.davies@lancaster.ac.uk

Prof William Davies | ctm
Weitere Informationen:
http://www.lancs.ac.uk

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