Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Urlaubszeit ist Glaukom-Risikozeit

09.07.2004

Untersuchungen haben gezeigt, dass Glaukom-Patienten, die nicht konsequent ihre Augentropfen zur Senkung des Augeninnendrucks anwenden, sich einem deutlich erhöhten Risiko aussetzen. Dieses Risiko kann sogar eine Erblindung nach sich ziehen, denn beim Glaukom handelt es sich um eine schleichende und schmerzfreie Erkrankung, der man durch kontinuierliches Tropfen auch dann begegnen muss, wenn kein unmittelbarer Leidensdruck besteht.

Eine Verschlechterung der Sehkraft bemerkt der Patient erst, wenn entsprechende Nervenzellen unwiederbringlich abgestorben sind. Befragungen haben gezeigt, dass Patienten, die bereits seit vielen Jahren täglich tropfen, nicht damit rechnen, dass der Anwendungsverzicht für einige Tage derartige Auswirkungen haben kann. Dies ist jedoch eine entscheidende Fehleinschätzung. Daher sollte jeder Glaukom-Patient insbesondere vor längeren Reisen mit dem Augenarzt den Medikamentenbedarf erfassen und über ein entsprechendes Rezept sprechen. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Patient auch die Möglichkeit hat, kontinuierlich zu tropfen.

Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass sich die Glaukom-Risikogruppe - insbesondere ältere Menschen - oft nicht ausreichend mit einer mikronährstoffreichen Ernährung versorgt. Unregelmäßiges Essen, wie es oft gerade im Urlaub vorkommt, führt dazu, dass auch die Augen nicht mit den notwendigen Nährstoffen versorgt werden. In einer ausgewogenen Ernährung sehen Wissenschaftler neben der Behandlung des Augeninnendrucks aber einen weiteren wichtigen Ansatzpunkt zur Stabilisierung der Sehkraft. Demnach sollte der Speiseplan von Glaukom-Patienten Nährstoffe und Vitamine enthalten, die freie Radikale abwehren, die Nervenzellen schützen und die Durchblutung im Auge anregen.

Um bei Glaukom-Patienten die ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen und Vitaminen zu gewährleisten, gibt es seit einiger Zeit entsprechende Nährungsergänzungsmittel, die ganz speziell auf die Bedürfnisse Glaukom-gefährdeter Augen abgestimmt sind. Diese Nahrungsergänzungsmittel sind nicht als Ersatz für eine gesunde Ernährung zu sehen, sondern sollen diese komplettieren. Interessierte Patienten sollten im Bedarfsfall ihren Augenarzt befragen.

Dagmar Kastelan | ots

Weitere Berichte zu: Augenarzt Ernährung Glaukom-Patient Sehkraft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Feuerbrand bekämpfen und Salmonellen nachweisen
14.06.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Das Potenzial nichtheimischer Baumarten für den forstlichen Anbau in Deutschland sachlich prüfen
14.06.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive