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Schwarzholzkrankheit der Rebe auf dem Vormarsch

22.06.2004


Inzwischen in fast allen Weinbaugebieten Deutschlands bekannt, sind es in erster Linie die Reben der qualitativ hochwertigen Steillagen an Mosel, Rhein und Nahe, in denen die Schwarzholzkrankheit (Bois noir) auftritt. Oft sind 20 - 30 % der Reben befallen. Von einem Totalausfall spricht man bei einem Befall ab ca. 70 % der Reben.



Ein ausführliches Faltblatt der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) beschreibt die meist im Spätsommer sichtbaren Symptome an den Blättern, Trieben und Beeren. Sortenunterschiede und Verwechslungsmöglichkeiten werden aufgezeigt. Wichtig für die Winzer ist natürlich, dass die möglichen und notwendigen Maßnahmen dargestellt werden, wie die Vergilbungskrankheit derzeit aktiv bekämpft oder eindämmt wird.



Die Krankheit wird von zellwandlosen Bakterien, sog. Phytoplasmen, verursacht. Diese können sich nicht aktiv verbreiten und benötigen im Freiland einen Überträger. In diesem Fall ist es eine besonders wärmeliebende Zikade. Hyalesthes obsoletus, so ihr Name, saugt z. B. gerne an Ackerwinde oder Brennesseln, aber nur selten an Reben. Um die Krankheit in den Griff zu bekommen, ist es daher enorm wichtig, dass die eigentlichen Wirtspflanzen der Zikade bekämpft bzw. verdrängt werden.

Das Faltblatt können Sie [hier] herunterladen oder kostenlos bei der Biologischen Bundesanstalt in Braunschweig anfordern. Allerdings müssen die Portokosten übernommen werden. Als Büchersendung kostet ein Exemplar 0,56 Euro, zwei bis 25 Exemplare 0,77 Euro, bis 50 Exemplare 1,28 Euro. Schriftliche Bestellungen mit Beifügung entsprechender Briefmarken an:

Institut für Pflanzenschutz im Weinbau der BBA, Brüningstr. 84 in 54470 Bernkastel-Kues
oder Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA), Pressestelle, Messeweg 11-12 in 38104 Braunschweig

Dr. Gerlinde Nachtigall | idw
Weitere Informationen:
http://www.bba.de/veroeff/popwiss/popwiss.htm

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