Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wieder illegales Saatgut gefunden: Greenpeace fordert sofortigen Rückruf von Gen-Mais

02.05.2001


... mehr zu:
»Monsanto »Rückruf »Saatgut
Nachdem am Freitag verunreinigtes Mais-Saatgut mit nicht zugelassenen Genveränderungen in Schleswig-Holstein gefunden wurde, befürchtet die Umweltschutzorganisation Greenpeace, dass auch in anderen Bundesländern
bislang unbemerkt genmanipuliertes Saatgut verkauft und ausgesät worden ist. Nach Recherchen von Greenpeace stammt das verunreinigte Saatgut von den US Firmen Monsanto und Pioneer HiBred. Pioneer HiBred teilte Greenpeace mit, bereits eine Deutschland weite Rückrufaktion gestartet zu haben. Greenpeace fordert einen europaweiten Rückruf des verunreinigten Saatguts beider Firmen, sowie eine Entschädigung für Bauern, die bereits ausgesäte Pflanzen vernichten müssen.

"Offensichtlich haben Monsanto und Pioneer HiBred die Gentechnologie nicht im Griff. Die jetzt gefundenen genmanipulierten Saaten sind in Europa nicht zugelassen. Wenn die Sicherheit des Saatguts nicht garantiert werden kann, muss der Import verdächtiger Sorten gestoppt werden," sagt Christoph Then, Gentechnikexperte bei Greenpeace. "Die Firmen müssen zudem offenlegen, wieviel genmanipuliertes Saatgut über welche Händler wann verkauft wurde. Nur so kann schnell geklärt werden, ob und wo es bereits ausgesät wurde."

Das jetzt gefundene Saatgut wurde in den USA gezüchtet, zur Vermehrung nach Chile und Kanada exportiert und von dort nach Europa geliefert. Greenpeace empfiehlt Landwirten, vorsorglich Saatgut aus den USA zu vermeiden. Zudem sollten bundesweit Informationen über importiertes Saatgut gesammelt und öffentlich gemacht werden, damit Bauern nicht aus Versehen verunreinigtes Saatgut kaufen.

Schon im letzten Jahr war es zu ähnlichen Vorfällen gekommen: Im Falle verunreinigter Rapssaat hatten die Landesbehörden in Deutschland zu spät reagiert - viele Pflanzen wurden ausgesät. Nicht alle betroffenen Felder wurden rechtzeitig vernichtet. So konnten genmanipulierte Pflanzen blühen und deren Pollen von Wind und Insekten verbreitet werden.

Greenpeace Pressestelle
Tel. 040 / 306 18 - 340
Fax 040 / 306 18 - 130
presse@greenpeace.de
www.greenpeace.de

Anschrift
Greenpeace e.V.
Große Elbstr. 39
22767 Hamburg
Politische Vertretung Berlin
Chausseestr. 131
10115 Berlin
Tel. 030 / 30 88 99-0
Fax 030 / 30 88 99-30

ots |

Weitere Berichte zu: Monsanto Rückruf Saatgut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Acht europäische Länder im Kampf gegen den Asiatischen Laubholzbockkäfer
06.01.2017 | Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL

nachricht Kleinbauern in Afrika: Clevere Milchkühlung – dank Solar auch ohne Stromanschluss
02.01.2017 | Universität Hohenheim

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie