Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Maikäferschäden nehmen wieder zu

24.04.2001


Das "Schlaganfall-Info-Mobil" ist von Mai bis August 2001 in 40 deutschen Städten unterwegs. Die medizinischen

Untersuchungsgeräte an Bord ermöglichen es dem beratenden Arzt, innerhalb von zehn Minuten das persönliche Schlaganfallrisiko zu ermitteln.

Foto: Bayer AG


Brutstätte: Mückenlarven entwickeln sich an der Oberfläche stehender Gewässer.


Seit Mitte der 80er Jahre nehmen Schäden durch den Wald- und den Feldmaikäfer in Europa in teilweise drastischem Maße zu. Neuesten Ergebnissen zufolge wird der Befall durch beide Arten in acht der 16
deutschen Bundesländer als steigend eingeschätzt.

Eine Forschergruppe am Institut für biologischen Pflanzenschutz der Biologischen Bundesanstalt (BBA) in Darmstadt arbeitet im Rahmen eines EU-Projekts an einem Verfahren, die Schädlinge ohne chemische Pflanzenschutzmittel im Zaum zu halten. Im Mittelpunkt steht dabei der insektenpathogene Pilz Beauveria brongniartii. Mit Hilfe eines standardisieren Biotest-Systems konnte bestätigt werden, dass Isolate dieser Pilzart besonders effektiv gegen beide Maikäferarten wirken.

Für die Massenproduktion der Pilzsporen setzen die Darmstädter Wissenschaftler auf eine Flüssigkultur, in denen preiswerte Nährsubstanzen wie zum Beispiel der Kohlenstoff-Lieferant Melasse - ein Abfallprodukt aus der Zuckerrübenproduktion - verwendet werden. Rund zwei Dutzend verschiedene Nährmedien haben die Biologen bereits im Labormaßstab geprüft, die Medien werden jetzt in einem so genannten "scale up" in Fermentern (Bioreaktoren) für die Großproduktion getrimmt. Denn für die Erprobung im Freiland ist es zwingend erforderlich, ein sprüh- und lagerfähiges Produkt in ausreichender Menge zur Verfügung zu haben.

Ein Problem ist noch die Ausbringung des Präparats, besonders beim Waldmaikäfer. Seine Larven, die Engerlinge, leben versteckt im Boden, wo sie sich von den Feinwurzeln der Bäume ernähren. Während es auf Grünlandflächen und in Obst- oder Rebanlagen - dem Verbreitungsgebiet des Feldmaikäfers - durchaus möglich ist, den Pilz mechanisch in den Boden einzuarbeiten, wie zum Beispiel in Baden-Württemberg erfolgreich erprobt, scheidet diese Variante im Wald nahezu aus. Die BBA-Wissenschaftler tüfteln zurzeit in Zusammenarbeit mit der FU Berlin und Hessen Forst (Hann. Münden) an Methoden, die Pilzsporen dennoch effektiv mit den Schädlingen in Kontakt zu bringen.


Nähere Informationen erteilt:
Dr. Kerstin Jung
Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft
Institut für biologischen Pflanzenschutz
64287 Darmstadt
Tel.: 06151 / 407-0
E-Mail: k.jung.biocontrol.bba@t-online.de

Dr. Michael Welling | idw

Weitere Berichte zu: Maikäferschäden Pilzsporen Schädling

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Feuerbrand bekämpfen und Salmonellen nachweisen
14.06.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Das Potenzial nichtheimischer Baumarten für den forstlichen Anbau in Deutschland sachlich prüfen
14.06.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

IT-Experten entdecken Chancen für den Channel-Markt

25.07.2017 | Unternehmensmeldung

Erst hot dann Schrott! – Elektronik-Überhitzung effektiv vorbeugen

25.07.2017 | Seminare Workshops

Dichtes Gefäßnetz reguliert Bildung von Thrombozyten im Knochenmark

25.07.2017 | Biowissenschaften Chemie