Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Erkenntnisse über den Maiswurzelbohrer

01.10.2003

Der Maiswurzelbohrer Diabrotica virgifera virgifera (Le Conte) frisst die Teile der Maispflanze, die oberhalb der Erde sind, während die Larven sich von den Wurzeln von Mais und anderen dem Mais verwandten Pflanzen aus der Familie der Süßgräser (Poaceae) ernähren. Die adulten Käfer sind sehr anpassungsfähig bei ihrer Nahrungsauswahl. Die meisten Unkräuter werden von dem Schädling als alternative Pollenquelle genutzt. Ob Maisgewebe oder Pollen von anderen Unkräutern genutzt wurde, hängt von der Vielfalt der Unkräuter sowie von der Geschlecht der Käfer ab.

Im Rahmen einer Doktorarbeit an der Georg-August-Universität in Göttingen wurde auch ermittelt, wie effizient die Larven die pflanzliche Biomasse in eigene Biomasse umsetzen. Getestet wurden mehrere Maissorten aus unterschiedlichen europäischen Ländern sowie alternative Wirtspflanzen. Die Versuche ergaben, dass es große Unterschiede bei den verschiedenen Maissorten gibt. Die Larven verwerteten auch andere Grasarten gut, die als Unkraut in Maisfeldern auftreten und sogar einige einkeimblättrige Getreidesorten (z.B. Winterweizen). Die Wurzeln von zweikeimblättrigen Unkräutern, wie zum Beispiel Amaranthus sp., fraßen die Larven nicht.

Weitere Untersuchungen deckten einen Zusammenhang zwischen dem Stickstoffgehalt, dem Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff und der Phytosterol-Zusammensetzung im Gewebe auf. Der Käfer wurde 1992 erstmals in Serbien entdeckt und kommt mittlerweile in 15 europäischen Ländern vor. Es wird erwartet, dass sich der Schädling weiter verbreitet.

Dr. Marion Morgner | aid-Informationsdienst
Weitere Informationen:
http://www.aid.de

Weitere Berichte zu: Larve Maiswurzelbohrer Schädling Unkräuter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Elefanten-Herpes: Super-Verbreiter gefährden Jungtiere
04.05.2017 | Universität Zürich

nachricht Wurmmittel für Weidetiere können die Keimung von Pflanzensamen beeinflussen
27.04.2017 | Universität Trier

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten