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Test der Widerstandsfähigkeit von Apfelsorten

16.09.2003


Neue Forschungsergebnisse zu verschiedenen Apfelsorten helfen den Wissenschaftlern bei der Beantwortung der Frage, warum einige Apfelsorten weniger anfällig für Krankheiten sind als andere.


Zahlreiche Studien zeigen, dass nicht alle Apfelsorten gegenüber Krankheiten immun sind. Ihre Widerstandsfähigkeit hängt von ihrem jeweiligen Stammbaum und von Einkreuzungen mit anderen Sorten ab. Wissenschaftler in Frankreich haben jetzt festgestellt, dass um so mehr Resistenzfaktoren zu beobachten waren, je mehr Sorten sie untersuchten.

Ein Ziel des DARE-Projekts bestand in der Klärung der Frage, in welchen Sorten die Virulenz mit Venturia inequalis vorhanden war. Daher beschlossen sie, 319 Sorten zu sammeln, in acht verschiedenen europäischen Ländern anzupflanzen und sie zusammen mit 48 verschiedenen Malus-Spezies und Malus x domestica-Cultivars (Cultivated Varieties) zu isolieren. Der Grund für diese Vermischung besteht darin, dass Malus-Spezies die am weitesten kultivierten Klone in Europa darstellen, die polygenisch resistent, Vf-resistent und zugleich immun gegenüber Schorf und Mehltau-Virulenz sind.


Von diesen 319 Sorten testeten sie eine Serie von 39 Stück aus sieben Ländern und 28 Cultivars in Gewächshäusern. 18 wurden aus anfälligen Cultivars, 13 aus polygenisch resistenten Cultivars und acht aus Vf-resistenten Cultivars in den Ländern isoliert, in denen die Widerstandsfähigkeit dieser Sorten durch Virulenz gebrochen wurde. Die Ergebnisse des Experiments zeigten in Nord-, Ost- und Mitteleuropa, dass eine größere Varietät von Apfelsorten anfällig für das VF-Gen waren, während Exemplare in Italien und Griechenland keine Anzeichen für eine Vf-Aktivität zeigten. Das Experiment erlaubte den Forschern außerdem die regionale Zuordnung dieser Sorten.

Aus der Analyse des Verhaltens dieser neu geschaffenen Varietäten schlossen die Wissenschaftler, dass die polygenische Resistenz in den einzelnen Sorten in Kombination mit monogenischer Resistänz beständiger war. Dies ist also bei einer Kombination stärkerer Generationen von Apfelsorten mit anfälligeren Sorten der Fall. Anhand genetischer Karten konnte außerdem nachgewiesen werden, dass das Klonen von RGAs (Resistance Gene Factors) mit degenerierten Primern zu neuen, verbesserten Apfelsorten von höherer Resistenz führt. Eine Serie von Tests an vier kombinierten Progenien mit partieller Resistenz gestattet die Co-Lokalisierung sowohl von Genen mit hoher Resistenz als auch von Resistenz-QTLs (Quantitative Trait Loci). Somit werden diese Sorten resistenter gegenüber Schorf und Mehltau.

Die Kreuzung von Apfelsorten mit anderen Sorten von höherer Vf-Resistenz wird Apfelbauern daher helfen, künftig weitaus bessere und gesündere Apfelgenerationen zu züchten.

Kontakt:

Dr. Luciana Parisi
INRA - Genetics and Breeding of Fruit and Ornamental Plants
Institute of Fruit Breeding
42 Rue Georges Morel
BP 57, 49071 Beaucouze, Frankreich
Tel: +33-241-225725
Fax: +33-241-225755
Email: parisi@angers.inra.fr

Dr. Luciana Parisi | ctm
Weitere Informationen:
http://www.angers.inra.fr

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