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BASF richtet Forschung und Entwicklung im Pflanzenschutz neu aus

21.11.2002



Pflanzenschutzforschung und -entwicklung sind BASF-Kernkompetenz
Organisation und Kapazitäten werden künftigen Anforderungen angepasst



Die BASF Aktiengesellschaft, Ludwigshafen, richtet ihre globale Pflanzenschutzforschung und -entwicklung auf die Anforderungen der Zukunft aus. Inhaltlich und organisatorisch wird sie noch konsequenter auf attraktive Marktziele fokussiert. Weiter gestärkt wird die Wirkstoffsuchforschung bei den Insektiziden und Fungiziden, wo es für innovative Produkte auch künftig ein beträchtliches Marktpotenzial gibt. Die Herbizidforschung wird an den rückläufigen Markt und die geringeren Markchancen angepasst. Bei der Entwicklung und Formulierung von Produkten werden die Kapazitäten zurückgefahren. Zusätzlich wird der attraktive Bereich der Saatgutbeizung ins Forschungsprogramm aufgenommen. In diesem wachsenden Marktsegment will sich die BASF mit dem Kauf verschiedener Produkte von Bayer CropScience fest positionieren.

„Wir gehen aktiv die Herausforderungen an, die sich aus den Veränderungen unseres Marktumfeldes ergeben,“ betont Hans W. Reiners, Leiter des Unternehmensbereichs Pflanzenschutz. „Forschung und Entwicklung sind Kernkompetenzen im Pflanzenschutz und werden auch in Zukunft einen wesentlichen Eckpfeiler für unseren Markterfolg bilden und dazu beitragen, dass wir unsere Ertragsziele erreichen. Unsere neuen Produkte F 500® und Boscalid sind dafür hervorragende Belege. Ich bin sicher, dass die globale Neuausrichtung unserer F&E uns noch schlagkräftiger macht und die BASF zusammen mit ihren Aktivitäten im Bereich der Pflanzenbiotechnologie für die Zukunft gut aufgestellt ist.“

Bei der Wirkstoffentwicklung wird man sich künftig noch stärker auf Bereiche mit hohen Innovationschancen und Wirkstoffe mit hohem Marktpotenzial konzentrieren, da aufgrund wachsender Anforderungen an die Registrierung in den letzten Jahren die Entwicklungskosten stark gestiegen sind. Die Arbeit an Wirkstoffen mit kleinerem Marktpotenzial wird dadurch unrentabel. Zusätzliche Arbeitsentlastungen in der Entwicklung resultieren auch aus der bereits in Angriff genommenen schrittweisen Straffung des bestehenden Portfolios an Wirkstoffen, Formulierungen und Produkten.

Weltweit werden im Pflanzenschutz die Stellen im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) in den nächsten drei Jahren um gut 20 Prozent auf rund 1.130 verringert. Die Forschungstätigkeit in Princeton und Greenville, USA, sowie in Ebina, Japan, wurde bereits im laufenden Jahr eingestellt. 2003 beendet die BASF ihr direktes Engagement in Gosport, Großbritannien, und Nelspruit, Südafrika. Bei den verbleibenden Forschungs- und Versuchsstandorten werden die Kapazitäten an die Neuausrichtung angepasst. In den F&E-Einheiten in Ludwigshafen und Limburgerhof werden in den nächsten drei Jahren insgesamt rund hundert Arbeitsplätze entfallen. Durch den geplanten Kauf des Fipronil-Pakets von Bayer CropScience werden aber die beiden globalen Forschungsstandorte in Limburgerhof/Ludwigshafen und Raleigh, USA, zusätzlich gestärkt werden.

Im letzten Jahrzehnt war die BASF bei der Erforschung und Entwicklung neuer Pflanzenschutzwirkstoffe und -produkte besonders erfolgreich im Bereich der Fungizide, also bei Mitteln zum Schutz von Nutzpflanzen gegen Schadpilze. Der gezielte Ausbau der Suchforschung bei Fungiziden und Insektiziden steigert künftig zusätzlich die Chancen, hier innovative Wirkstoffe zu finden.

Bei den Insektiziden, mit denen man Nutzpflanzen vor Schadinsekten schützt, kann man im Laufe des nächsten Jahrzehnts von einem Marktpotenzial von rund drei Milliarden Euro für innovative Produkte ausgehen, weil ältere Produkte aufgrund von Zulassungsproblemen vom Markt verschwinden werden und sich im Laufe der Zeit immer wieder natürliche Resistenzen gegen bestehende Produkte entwickeln.

Die Sicherheit und Zukunft der Arbeitsplätze in der Pflanzenschutzforschung und -entwicklung hängt nach Reiners auch wesentlich von den politischen Rahmenbedingungen ab: „Für unsere kostenintensive und langwierige Forschungstätigkeit benötigen wir ein berechenbares Umfeld. Gerade am Standort Deutschland werden wir aber stattdessen seit einigen Jahren zunehmend mit neuen innovationshemmenden Forderungen konfrontiert. Ich appelliere daher an die Politik, diesen wichtigen Innovationsbereich konstruktiv anzugehen. Wir würden uns freuen, wenn wir hierbei im Dialog zu tragfähigen Lösungen beitragen könnten.“

Mit einem Umsatz von 3,5 Milliarden Euro im Jahr 2001 ist der Unternehmensbereich Pflanzenschutz der BASF mit Hauptsitz in Mount Olive, New Jersey, USA, ein führender Anbieter von Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden. Mit seiner großen Erfahrung in Forschung und Entwicklung, Produktion sowie in Marketing und Verkauf ist es die Vision des Unternehmensbereichs, weltweit führend zu sein mit Innovationen, welche die landwirtschaftliche Produktion optimieren, die Ernährung verbessern und so die Lebensqualität einer wachsenden Weltbevölkerung steigern.

Die BASF ist das führende Chemieunternehmen der Welt. Ihr Ziel ist es, den Unternehmenswert durch Wachstum und Innovation nachhaltig zu steigern. Ihren Kunden bietet sie ein leistungsfähiges Sortiment, das Chemikalien, Kunststoffe, Lacksysteme, Dispersionen, Pflanzenschutzmittel sowie Feinchemikalien umfasst und bis zum Erdöl und Erdgas reicht. Die ausgeprägte Verbundstrategie ist ihre Stärke:

Damit erreicht das Unternehmen Kostenführerschaft und langfristig entscheidende Wettbewerbsvorteile. Die BASF richtet ihr Handeln am Leitbild der nachhaltig zukunftsverträglichen Entwicklung, Sustainable Development, aus. Im Jahr 2001 hatte die BASF mit ihren über 90 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von rund 32,5 Milliarden Euro. Die BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA), New York (BF), Zürich (BAS) und Paris (BA). Weitere Informationen zur BASF im Internet unter www.basf.de.

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