Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bericht über bestrahlte Lebensmittel

23.10.2002


Nur wenige nicht korrekt gekennzeichnet

In ihrem ersten Bericht über die Bestrahlung von Lebensmitteln in der EU stellt die EU-Kommission fest, dass nur wenige bestrahlte Lebensmittel im Handel sind, die nicht korrekt gekennzeichnet sind.

Der Bericht fasst die Ergebnisse nationaler Kontrollen im Zeitraum September 2000 bis Dezember 2001 zusammen. In diesem Zeitraum wurden über 6500 Lebensmittelproben untersucht, davon erwiesen sich 1,5 % als bestrahlt, aber nicht entsprechend gekennzeichnet.

In Deutschland wurden mit 5517 Proben europaweit die meisten Lebensmittel auf Bestrahlung untersucht. 99,5 Prozent der Proben waren nicht bestrahlt. Bestrahlt aber nicht ordnungsgemäß gekennzeichnet waren lediglich 26 Proben. Es handelte sich hier um Gewürze und Kräuter, Kräuterfrischkäse, getrocknete Pilze, Froschschenkel sowie eine Probe Pistazien.

Die Behörden im Vereinigten Königreich stellten allerdings bei 42 % bestimmter Nahrungsergänzungen eine Bestrahlung fest. Da die meisten dieser Nahrungsergänzungen in der EU nicht bestrahlt werden dürfen, forderte die Kommission die anderen Mitgliedstaaten auf, in diesem besonderen Bereich verstärkt zu kontrollieren. Die Bestrahlung getrockneter aromatischer Kräuter oder Gewürze ist in der gesamten EU erlaubt. Fünf Mitgliedsstaaten (Belgien, Frankreich, Italien, Niederlande, VK) erlauben darüber hinaus auf ihrem eigenen Gebiet die Vermarktung bestimmter bestrahlter Lebensmittel wie etwa Frisch- und Trockenobst und Gemüse, Geflügel, Garnelen, Fisch oder Froschschenkel.

Gemäß der Richtlinie 1999/2/EG müssen alle bestrahlten Lebensmittel mit dem Hinweis "bestrahlt" oder "mit ionisierenden Strahlen behandelt" gekennzeichnet werden, um dem Verbraucher eine sachkundige Entscheidung zu ermöglichen. Diese Kennzeichnungspflicht gilt auch für bestrahlte Lebensmittelbestandteile, die in geringfügigen Anteilen in zusammengesetzten Lebensmitteln enthalten sind. Es gibt Analyseverfahren, mit denen sich die Bestrahlung eines Lebensmittels nachweisen lässt.

Gesa Maschkowski | aid
Weitere Informationen:
http://europa.eu.int/comm/food/fs/sfp/fi_index_de.html

Weitere Berichte zu: Bestrahlung Froschschenkel Kräuter Nahrungsergänzungen Probe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Kaskadennutzung auch bei Holz positiv
11.12.2017 | Technische Universität München

nachricht Warum pflanzt man Bäume auf dem Acker?
29.11.2017 | Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mit Quantenmechanik zu neuen Solarzellen: Forschungspreis für Bayreuther Physikerin

12.12.2017 | Förderungen Preise

Stottern: Stoppsignale im Gehirn verhindern flüssiges Sprechen

12.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik