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"Kuhkomfort bringt mehr Milch"

11.09.2002


Mehr Ertrag durch optimale Haltung

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Optimale Haltungsbedingungen für Kühe verbessern den Ertrag für den Landwirt entscheidend, ohne die Kosten in ungeahnte Höhen steigen zu lassen. Mit den Schlagworten "Kuhkomfort bringt mehr Milch" demonstrierte Christiane Brandes vom Innovationsteam in Mecklenburg-Vorpommern dies eindrucksvoll mit einem Vortrag während des XXII. World Buiatrics Congress vom 18. bis 23. August in Hannover.

Mit einem kleinen ABC der Kuhhaltung gelingt es Brandes und ihrem Team, die Milchleistung der Tiere in den von ihnen betreuten Betrieben um bis zu 30 Prozent innerhalb weniger Wochen zu steigern. A (air für Luft) B (für bunk, gute Erreichbarkeit der Nahrung und C (für Cowcomfort, also trockene und weiche Liegeflächen) sorgen für ein gesteigertes Wohlbefinden der Kühe und damit fast unmittelbar für bessere Qualität der Produkte bei paralleler Ertragsverbesserung. Gleichzeitig mahnte Brandes, dass immer noch viele Betriebe nicht für eine artgerechte Haltung der Tiere sorgten. Häufig seien die Ställe zu eng und zu dunkel, dabei seien Licht und Luft zwei entscheidende Kriterien für die Produktivität von Milchkühen. Auch die viel zu engen Liegeboxen seien ein Problem und führten dazu, dass die Tiere sich nicht mehr hinlegten. Die Folge seien ein eingeschränktes Wiederkäuen und mehr Klauenprobleme, weil die Tiere nicht ausreichend entlastet werden. Teilweise würden die Liegeboxen auch so konstruiert, dass die Kühe zum Aufstehen völlig unnatürliche Verrenkungen machen müssten. Kühe sind Fluchttiere, die Rangordnung innerhalb der Herde spielt eine große Rolle, sagte Brandes. Das sollten die Landwirte auch bei der Konstruktion neuer Ställe beachten. Genug Platz für die Tiere, damit sie Abstand zueinander halten können und schnell und problemlos zu ihren Futterplätzen gelangen. Denn auch hier gilt laut Brandes: Je leichter die Futteraufnahme, desto besser die Milchleistung.


Auch die Optimierung der Liegeflächen bringe einen positiven Effekt. Bauern, die statt gewöhnlicher Streu Sand verwenden, erzielten deutlich bessere Ergebnisse mit ihren Tieren, führte Brandes aus. Allerdings funktioniere das tatsächlich nur mit speziellen Entsorgungsanlagen für die Gülle und sei deshalb mit höheren Kosten beim Bau des Stalls verbunden. Landwirte, die für die Vorschläge des Innovationsteams offen seien, würden die zuerst höheren Baukosten im Betrieb innerhalb von wenigen Monaten wieder hereinholen, erläuterte Brandes. Weitere Informationen erhalten Interessenten unter chris.brandes@t-online.de

Stephan Bähnisch | aid-PresseInfo
Weitere Informationen:
http://home.t-online.de/home/chris.brandes/

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