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Sauenhaltung: Bekannte vertragen sich besser

14.08.2002

In einer schweizerischen Studie wurde das Verhalten von Sauen beim Neugruppieren nach dem Absetzen beobachtet.

Sauengruppen von sieben bis acht Sauen der Rasse Edelschwein wurden entweder in der "Arena", einer großen Bucht (9,60 x 4,70 m) mit sechs installierten Sichtblenden oder in praxisüblichen "Buchten" untergebracht. Kämpfe, das heißt eine Sau beißt eine andere und die andere beißt zurück, wurden am häufigsten in den ersten vier Stunden nach dem Aufstallen beobachtet - im Mittel fanden dabei drei Kämpfe pro Stunde statt.

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Dieses Verhalten äußerte sich unabhängig von der Unterbringungsart. In den beiden folgenden Beobachtungszeiten (innerhalb der ersten 22 Stunden) fanden weniger als ein Kampf pro Stunde statt. Sauen, die bereits während der vorangegangenen Trächtigkeit in einer Gruppe zusammen waren, kämpften auffallend weniger miteinander. Die Zahl der Angriffe, das heißt ein Tier beißt ein anderes, ohne dass dieses zurückbeißt, waren ebenfalls in den ersten vier Stunden am häufigsten, fanden aber in der "Arena" deutlich seltener statt. Als Maßstab für die Schwere der Bisswunden wurden bis zum 5. Tag nach der Gruppierung Verletzungen am Gesäuge gewertet. Die Mehrzahl der Tiere wies keine Verletzungen auf, leichte Kratzspuren wurden bei 20 bis 30 Prozent der Tiere beobachtet. Eine oder mehrer Bisswunden kamen in keinem Fall vor, bei einem Tier in der Bucht wurde eine schwere Verletzung des Gesäuges als Folge der Neugruppierung registriert.

Insgesamt konnte beobachtet werden, dass die Rangkämpfe nach den ersten 24 Stunden abgeschlossen waren. Großflächigere Buchten scheinen insofern von Vorteil, als sie die Ausweichdistanz der rangniederen Tiere erhöhen und damit die Aggressivität der ranghöheren herabsetzen. Von den Sauen, die vorher bereits in einer Gruppe zusammen waren, wurde das alte Rangmuster übernommen: die Rangniederen respektierten den Rang der Höheren.

Dr. Sigrid Baars | aid-PresseInfo

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