Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Globale Herausforderungen erfordern eine starke Agrarforschung

18.04.2008
Staatssekretärin betont auf Gründungsveranstaltung des Johann Heinrich von Thünen-Instituts die Notwendigkeit der Spitzenforschung

Anlässlich des heutigen Festaktes zur Gründung des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI) in Braunschweig hat die Parlamentarische Staatssekretärin Ursula Heinen die Notwendigkeit einer starken Agrar-, Forst- und Fischereiforschung unterstrichen, um Herausforderungen wie dem Wachstum der Weltbevölkerung, dem Klimawandel und der demographischen Entwicklung begegnen zu können.

Die aktuelle Diskussion um weltweit steigende Nahrungsmittelpreise, Bioenergie, biologische Vielfalt und Nachhaltigkeit mache der breiten Öffentlichkeit deutlich, dass es um komplexe Fragestellungen gehe, die ohne exzellenten wissenschaftlichen Sachverstand nicht beantwortet werden könne, betonte Ursula Heinen in dem mit 250 Zuhören voll besetzten Saal des vTI-Forums in Braunschweig. Um den Bedarf an Nahrungsmitteln, Rohstoffen und Energie zu stillen, seien in erster Linie die Erträge auf den begrenzten Flächen zu steigern. Dabei müsse in jedem Fall eine nachhaltige Bewirtschaftung sichergestellt werden. Solche Zielvorgaben seien nur mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und angewandter Forschung zu erreichen, so die Staatssekretärin.

Den Aspekt Nachhaltigkeit aufgreifend, ging der Leiter des vTI-Instituts für Ostseefischerei, Dr. Cornelius Hammer, in seinem anschließenden Festvortrag auf die enge Verknüpfung von terrestrischen und marinen Aspekten der Ressourcennutzung im Zeichen des Klimawandels ein. Er vermittelte damit auch einen Eindruck von der fachlichen Breite, die in der neuen Einrichtung gebündelt wurde. Gründungspräsident Professor Dr. Carsten Thoroe betonte, dass das vTI mit seinen fachübergreifenden Disziplinen Ökonomie, Ökologie und Technologie gut aufgestellt sei, um wissenschaftlich exzellent zu arbeiten und die politischen Entscheidungsträger fundiert zu beraten.

... mehr zu:
»Holzwirtschaft »Klimawandel

Das Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, ist eines von vier im Zuge der Neuordnung der BMELV-Ressortforschung neu gegründeten Bundesforschungsinstitute. Es wurde gebildet aus der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft, der Bundesforschungsanstalt für Fischerei und Teilen der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft. Benannt wurde das Institut nach dem Agrarwissenschaftler, Nationalökonom und Sozialreformer Johann Heinrich von Thünen (1783 - 1850).

Schwerpunkte der Forschungsarbeit sind die Entwicklung ländlicher Räume, Forst- und Holzwirtschaft, Fischerei, Agrarökonomie, Technologie und stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe, Klimawandel, Biodiversität und Ökologischer Landbau. Die 15 Fachinstitute des vTI verteilen sich derzeit auf die Standorte Braunschweig (Hauptsitz), Hamburg, Großhansdorf, Eberswalde, Rostock, Trenthorst, Cuxhaven, Ahrensburg und Waldsieversdorf.

Dr. Michael Welling | idw
Weitere Informationen:
http://www.vti.bund.de

Weitere Berichte zu: Holzwirtschaft Klimawandel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Feuerbrand bekämpfen und Salmonellen nachweisen
14.06.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Das Potenzial nichtheimischer Baumarten für den forstlichen Anbau in Deutschland sachlich prüfen
14.06.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten