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Australische Wissenschaftler identifizieren Bakterienstamm, der Frostschäden bei Weinreben verursacht

13.03.2008
Frostschäden sind einer der Hauptfaktoren für Ernteausfälle im Weinbau. Wissenschaftler der australischen University of Melbourne haben jetzt ein Bakterium im Wein identifiziert, das Auslöser von Frostschäden ist.

Das Forscherteam um Dr. Tom Hill hat den eiskeimbildenden Stamm des Bakteriums Pseudomonas syringae, welches bekanntermaßen bei Wein in Europa und den USA zu finden ist, erstmals in Australien nachgewiesen.

Die Wissenschaftler der Viticulture Research Group fanden heraus, dass die Bakterien das Gefrieren von Tau auf Weinblättern schon bei wesentlich höheren Temperaturen auslösen, als dies bei bakterienfreien Reben der Fall ist. Die gesamte Fruchtrute stirbt dabei sehr schnell ab.

Die Forschungsarbeit ergänzt kürzlich gewonnene Erkenntnisse, dass das gleiche Bakterium in Schnee und Hagel auf der ganzen Welt zu finden ist, wo es für die Bildung von Eiskristallen verantwortlich sein könnte.

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Aufgrund ihrer Erkenntnisse hoffen die Wissenschaftler nun, die Temperatur zu verringern, bei der der Wein gefriert, indem sie das für die Eisbildung verantwortliche Bakterium deaktivieren. Ohne dieses Bakterium gefrieren die Blätter bis minus fünfzig Grad nicht. Die Deaktivierung könnte durch Abtöten und gleichzeitige Ersetzung des Bakteriums durch einen nicht eiskeimbildenden Stamm desselben Bakteriums erreicht werden. Ein weiterer Weg wäre es, die Bildung des Eisproteins zu blockieren.

Weitere Informationen:
Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund
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Tel.: 030-20 96 29 593
Das Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund ist die zentrale Einrichtung aller australischen und neuseeländischen Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, zuständig für Wissens- und Forschungstransfer, Forschungsförderung sowie Studenten- und Wissenschaftleraustausch und für die Betreuung von Studierenden und Schülern, die ein Studium Down Under vorbereiten.

Sabine Ranke-Heinemann | idw
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