Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Begleiter durch das ganze Jahr: Studierende entwickeln App für Landwirte

09.08.2012
Studierende der Universität Hohenheim entwerfen Konzepte für Agrar-App / Pflanzenzüchter KWS treibt seine mobilen Aktivitäten voran
Fünf Arbeitsgruppen, fünf Konzepte, eine App: Der Saatgutspezialist KWS SAAT AG will seine kostenlose App „KWS mobile – Agrarwissen für die Hosentasche“ weiterentwickeln. Dafür hat sich der Konzern Hilfe von Studierenden der Universität Hohenheim geholt. 19 Studierende haben deshalb am Lehrstuhl Agrarinformatik und Unternehmensführung von Prof. Dr. Reiner Doluschitz in fünf Arbeitsgruppen Vorschläge eingebracht. Besonders überzeugt hat ein elektronischer Leitfaden durch die gesamte Vegetationsperiode.

Jan Geiger, Malte Isermeyer und Thomas Wilmsmann heißen die drei Studierenden, die das Sieger-Konzept entwickelt haben. Sie studieren an der Universität Hohenheim Agrarwissenschaften im vierten Semester und wissen deshalb ganz genau, wie sich der Alltag von Landwirten vereinfachen lässt.

Sie wollen die kostenlose App „KWS mobile – Agrarwissen für die Hosentasche“ zu einem zuverlässigen Begleiter durch die gesamte Vegetationsperiode ausbauen. Von der Aussaat bis zur Ernte soll die App dem Landwirt wertvolle Tipps und Hinweise geben.

Die bisherige App hat vier Funktionen: Sie errechnet den Erlös für Silomais und Biogas, ermittelt die Bestandsdichte auf dem Feld und berechnet die Menge Saatgut, die ein Landwirt für seinen Acker benötigt. Wird alles umgesetzt was sich die Studierenden der Universität Hohenheim überlegt haben, dann könnte die App bald Funktionen bieten, die sich über das gesamte Jahr hinweg nutzen ließen.

Neue Tools erleichtern Vorsorge und schaffen Transparenz

Mit dem vorgeschlagenen Tool „KWS Praxis“ sollen Landwirte in Zukunft aktuelle Informationen über saisonal verbreitete Pflanzenkrankheiten direkt auf ihr Smartphone erhalten – und dazu auch gleich Tipps für die Vorsorge.

Nachrichten über die KWS SAAT AG sollen Smartphone-Besitzer mit dem vorgesehenen Tool „KWS Life“ bekommen. Jedoch nur auf Abruf. „Ständig ungefragt Informationen zu bekommen über Dinge, die einen eigentlich gar nicht interessieren, ist ärgerlich“, weiß Jan Geiger aus eigener Erfahrung. „Deshalb soll die geplante App Pressemitteilungen, Newsletter und Stellenausschreibungen von KWS immer nur dann anzeigen wenn der Nutzer es wünscht.“

Eine weitere Idee der Studierenden für die Weiterentwicklung der App „KWS mobile – Agrarwissen für die Hosentasche“ ist ein integrierter Barcode-Scanner. Mit ihm könnten Landwirte künftig einen auf die Saatgutsäcke aufgebrachten Code abscannen. Damit wäre es dem Kunden möglich Sorteninformationen zu erhalten oder die empfangenen Daten weiterzuverarbeiten.

Studierende werden bei der Entwicklung eingebunden

Die bisherigen vier Tools der KWS-App haben sich nach Meinung der Studierenden bewährt. Auf ein Wettervorhersage-Tool haben sie aber bewusst verzichtet: „Erstens gibt es das schon längst und zweitens sollte ein Saatgut-Hersteller eine App anbieten, die genau auf sein Produkt-Portfolio zugeschnitten ist“, begründet Wilmsmann.

Die KWS MAIS GMBH will die Ideen schnell umsetzen und dabei die Studierenden einbeziehen. „Wir helfen dem zuständigen Programmierer bei der Arbeit“, erzählt Wilmsmann.

Text: Weik / Klebs

Florian Klebs | Universität Hohenheim
Weitere Informationen:
http://www.uni-hohenheim.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Getreide, das der Dürre trotzt
19.09.2017 | Universität Wien

nachricht BMEL verstärkt Maßnahmen im Kampf gegen das Eschentriebsterben
11.09.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie