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Gesellschaftstrends des 21. Jahrhunderts in der Diskussion

Globalisierung, Gleichstellung und demographischer Wandel als die neuen Koordinaten?

Mit diesem Teil des Innovations-Reports sollen die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse auf dem Gebiet der Gesellschaftswissenschaften zu Themen wie Globalisierung, demographischer Wandel und Gleichstellung in Relation gesetzt werden. Kontrovers diskutiert, fundiert aufbereitet, verfolgen wir in Studien, Publikationen und Verlautbarungen namhafter Organisationen und Institute die aktuelle Diskussion. Dabei greifen wir ungelöste Fragestellungen innerhalb Key-Themen wie Globalisierung, Gleichstellung und demographischer Wandel auf, die in ihren Auswirkungen auf Gesellschaft und Individuum vorrangig interessieren.

Wie wird uns Globalisierung in Zukunft beschäftigen?

Das mittlerweile leicht verbrauchte Schlagwort Globalisierung meint die weltweite Verflechtung von Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, Kultur und Umwelt. Globalisierung, Gleichstellung und demographischer Wandel sind Phänomene, die in den Bevölkerungen der Welt unterschiedlich erlebt werden. Manche Wissenschaftler sehen Globalisierung bereits als einen Integrationsprozess seit Beginn der ersten menschlichen Spezies. Andere datieren Globalisierung in das 15. Jahrhundert, als von Europa aus die Welt erobert wurde oder lassen Globalisierung als eine ab dem Zweiten Weltkrieg einsetzende Strömung gelten.

Fakt ist, dass Globalisierung den Planeten zum Dorf gemacht hat und alle Lebensbereiche tangiert. Der durch Globalisierung ausgelöste tiefgreifende gesamtgesellschaftliche Strukturwandel hat sowohl positive wie negative Auswirkungen. Die Einteilung der Welt in Industriestaaten, Schwellenländer und Entwicklungsländer ist im Zuge fortschreitender Globalisierung weiter im Fluss. Globalisierung heißt auch Mobilität, Aufbrechen von nationalen Identitäten. Globalisierung ist das Teilen von gemeinsamen Weltproblematiken wie demographischer Wandel und Gleichstellung es darstellen. Begrüßen die Einen Globalisierung aus ökonomischer Sicht, verwerfen die Anderen Globalisierung als neoliberal.

Wird demographischer Wandel in seiner Bedeutung auf Gesellschaften überschätzt oder herabgespielt?

Demographischer Wandel ist die neue Herausforderung. Die Generation der Babyboomer aus der Nachkriegszeit ist in die Jahre gekommen, eine neue ist nicht in Sicht. Demographischer Wandel wird in Deutschland als soziale, wirtschaftliche und kulturelle Bedrohung angesehen. Bis zur Mitte des Jahrhunderts soll demographischer Wandel die Bevölkerung Deutschlands um 7 Millionen dezimiert haben. Die Auswirkungen einer gesellschaftlichen Vergreisung weisen die Grenzen des Wachstums auf. Strukturwandel, Umverteilung, Wirtschaftseinbrüche, Abwanderung von Arbeitsplätzen - demographischer Wandel und die anstehenden Bevölkerungsverluste machen tiefgreifende Neugliederungen und Umstrukturierungen notwendig. Demographischer Wandel lässt auch Globalisierung und Gleichstellung an Fahrt gewinnen.

Wenn bislang alle Zeichen auf \"big\" standen - wird demographischer Wandel eine neue Bescheidenheit mit sich bringen? Demographischer Wandel und Globalisierung sind eng miteinander verflochten. Demographischer Wandel und seine bereits verankerten Realitäten - so wird gefordert - müssen auf höchster Entscheiderebene entschieden und parteiübergreifend als Herausforderung für Gegenwart und Zukunft begriffen werden.

Ist das Gebot der Gleichstellung in der Praxis angekommen?

Niemand wird Diskriminierung gut heißen. In der Genderfrage, in der Gleichstellung von Minderheiten und der Beseitigung von Benachteiligung aufgrund ethnischer oder weltanschaulicher Merkmale hat die Gleichstellung und das 2006 eingeführte Gleichstellungsrecht Maßstäbe gesetzt. Ist dadurch aber bereits in den Köpfen der Menschen ein Selbstverständnis von Gleichstellung verankert? Und wie sieht es in der praktischen Durchführung von Gleichstellung in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft vor dem Hintergrund der Globalisierung aus?

Wenn die Durchsetzung von Gleichstellung denen überlassen bleibt, die die gesellschaftliche Macht ausüben, könne es in der beruflichen Gleichstellung der Frau kaum nennenswerte Bewegung geben, wird gemahnt. Gleichstellung und demographischer Wandel ist keine Frage einer Generation. Welche Pflichten Gleichstellung allen gesellschaftlichen Kräften auferlegt, wie der Einzelne zu Gleichstellung beitragen kann, wie Gleichstellung im Kontext Globalisierung und demographischer Wandel realisiert werden kann, bleibt spannend.

Gesellschaftswissenschaften

Der neueste Stand empirischer und theoretischer Erkenntnisse über Struktur und Funktion sozialer Verflechtungen von Institutionen und Systemen als auch deren Wechselwirkung mit den Verhaltensprozessen einzelner Individuen.

Der innovations-report bietet Ihnen hierzu interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Teilbereichen: Demografische Entwicklung, Familie und Beruf, Altersforschung, Konfliktforschung, Generationsstudien und kriminologische Forschung.

News zu Gesellschaftswissenschaften:

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Demografischer Wandel: Förderung für biomedizinische Alternsforschung trägt Früchte

„Der demografische Wandel ist Alltag. Demenz und andere alternsbedingte Erkrankungen sind auf dem Vormarsch. Die Grundlagenforschung in diesem Bereich bringt uns erste Erkenntnisse, wie wir durch unsere Lebensführung solchen Krankheiten vor-beugen können“, sagt Forschungsministerin Theresia Bauer

„Der demografische Wandel ist Alltag. Demenz und andere alternsbedingte Erkrankungen sind auf dem Vormarsch, sie werden mehr und mehr Teil unserer Erfahrungen,...

17.04.2015 | nachricht Nachricht

Relativer sozialer Status beeinträchtigt Gesundheit und Lebenszufriedenheit

Menschen neigen dazu, sich mit ihrem sozialen Umfeld zu vergleichen. Gelingt es ihnen nicht, einen ähnlichen Lebensstandard wie ihre Nachbarn, Freunde oder Kollegen aufrecht zu erhalten, so führt dies zu deutlichen Einbußen im subjektiven Wohlbefinden.

Den weltweiten Forschungsstand zu diesem Thema fasst der Yale-Professor Xi Chen in einem Beitrag für IZA World of Labor, eine Online-Plattform des Bonner...

08.04.2015 | nachricht Nachricht

Poses of power are less powerful than we thought

Legs apart, chest thrust forward, shoulders back: these “power poses” are supposed to influence hormone production and willingness to take on risk in accordance with a study that attained global attention. Scientists from the University of Zurich, however, found no support for these assumptions in a large study. “Power poses” do not influence behavior, but they might allow someone to feel more secure.

Hands pressed to the hips or perhaps leaning back with arms crossed behind the head are typical poses of power. Referred to power poses or high status gestures...

01.04.2015 | nachricht Nachricht

Posen der Macht weniger mächtig als gedacht

Beine auseinander, Brust raus, Schultern nach hinten: Solche «Power-Posen» sollen gemäss einer weltweit beachteten Studie die Hormonproduktion sowie die Risikobereitschaft beeinflussen. Wissenschaftler der Universität Zürich finden jedoch mittels einer grösser angelegten Studie keine Belege für diese Zusammenhänge. «Power-Posen» beeinflussen das Verhalten nicht, sie lassen einen allenfalls sicherer fühlen.

Die Hände in die Hüfte stemmen oder etwa zurückgelehnt die Arme hinter dem Kopf verschränken sind typische Posen der Macht. In der Fachsprache als...

01.04.2015 | nachricht Nachricht

Ohne Mobilität keine gesellschaftliche Teilhabe im Alter: Abschluss des BMBF-Projekts COMPAGNO

„COMPAGNO –Personalisierter Begleiter zur Nutzung lokaler und regionaler Mobilitätschancen für Menschen bis ins hohe Alter“ ist ein Projekt, das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurde und in dem das Institut für Assistenzsysteme und Qualifizierung (iAQ) maßgeblich mitwirkte. 

Die Verbundpartner entwickelten ein Assistenzsystem, das Menschen mit und ohne Behinderung bis ins hohe Alter darin unterstützt, sich sicher durch den Alltag...

31.03.2015 | nachricht Nachricht

When attention is a deficit

How the brain switches strategies to find better solutions

Sometimes being too focused on a task is not a good thing.

30.03.2015 | nachricht Nachricht

Die Potentiale kultureller Vielfalt nutzen

Den Taxi fahrenden Ingenieur aus Syrien gibt es leider immer noch – und das keineswegs nur deswegen, weil sein Abschluss hierzulande nicht anerkannt wird. Viele Unternehmen tun sich schwer damit, den oft als fremdartig wahrgenommenen kulturellen Background einer Bewerberin oder eines Bewerbers als Chance zu begreifen.

An der Hochschule Niederrhein arbeiten Wissenschaftlerinnen seit zwei Jahren an dem Projekt „Kulturelle Vielfalt in Sozial- und Altenhilfeeinrichtungen“. Jetzt...

26.03.2015 | nachricht Nachricht

Old age is getting younger:Today’s 75-year-olds are cognitively fitter and happier than 20 years ago

A study financially supported by the German Federal Ministry of Education and Research reveals positive trends in human aging. Older adults today show higher levels of cognitive functioning and well-being than older adults of the same age 20 years ago. This has been found in a collaborative study among several research institutions in Berlin, including the Humboldt-Universität zu Berlin, Charité – Universitätsmedizin Berlin, the Max Planck Institute for Human Development (MPIB), and the German Socio-Economic Panel (SOEP). The result will be published in the scientific journal “Psychology and Aging,” and is available as a SOEP advance online paper.

For all of those who are worrying about getting old, here is some good news: Old age is getting younger. On average, today’s 75-year-olds are cognitively much...

23.03.2015 | nachricht Nachricht

Das Alter wird jünger: Heute 75-Jährige sind geistig fitter und glücklicher als vor 20 Jahren

Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Studie belegt positive Veränderungen im Alterungsprozess. Geistige Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden bleiben im Alter länger erhalten als noch vor 20 Jahren. Das zeigt eine gemeinsame Studie mehrerer Berliner Forschungseinrichtungen, darunter die Humboldt-Universität zu Berlin, die Charité Universitätsmedizin Berlin, das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB) und dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP). Die Ergebnisse der Studie werden in der Fachzeitschrift „Psychology and Aging“ veröffentlicht und sind vorab als SOEPpaper online verfügbar.

Es gibt eine gute Nachricht für alle, die sich über ihr Älterwerden Gedanken machen: Das Alter wird jünger. Die heute 75-Jährigen sind im Durchschnitt geistig...

23.03.2015 | nachricht Nachricht

Armut ist Risiko für Entwicklung von Kindern

In Deutschland wachsen mehr als 17 Prozent der unter Dreijährigen in Familien auf, die von staatlicher Grundsicherung leben. Wie wirkt sich das auf die Entwicklung dieser Kinder aus? Eine Analyse von Schuleingangsuntersuchungen im Ruhrgebiet zeigt: Armutsgefährdete Kinder sind schon bei Schuleintritt benachteiligt.

Ein Aufwachsen in Armut beeinträchtigt die Entwicklung von Kindern. Schuleingangsuntersuchungen erkennen bei Kindern, deren Familien von staatlicher...

13.03.2015 | nachricht Nachricht
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Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Get flexible – get lighter – get smarter – Innovative Materialien für Zukunftsprodukte

Das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC aus Würzburg stellt auf der IDTechEx in Berlin vom 28. bis 29. April 2015 neue, multifunktionale Materialien vor, mit denen sich innovative Anwendungen und Produkte realisieren lassen. Arbeitsschwerpunkte sind Barrierematerialien, gedruckte Elektronik, elektrochrome Folien sowie Smart Materials. Sie bedienen die Trends in Industrie und Design zu immer flexibleren, leichteren und intelligenteren Produkten. Das Fraunhofer ISC ist am Stand F17 im Convention Center und Hotel Estrel zu finden.

Präsentiert werden beispielsweise innovative Verkapselungsfolien, die das Fraunhofer ISC zusammen mit dem Fraunhofer IVV entwickelt hat. Die kostengünstig im...

Im Focus: Advances in Molecular Electronics: Lights On – Molecule On

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) and the University of Konstanz are working on storing and processing information on the level of single molecules to create the smallest possible components that will combine autonomously to form a circuit. As recently reported in the academic journal Advanced Science, the researchers can switch on the current flow through a single molecule for the first time with the help of light.

Dr. Artur Erbe, physicist at the HZDR, is convinced that in the future molecular electronics will open the door for novel and increasingly smaller – while also...

Im Focus: Fortschritt für die molekulare Elektronik: Licht an – Molekül an

Mit einzelnen Molekülen Informationen zu speichern und verarbeiten, um daraus kleinstmögliche Bausteine zu entwickeln, die sich selbstständig zu einem Schaltkreis zusammensetzen – daran arbeiten Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) und der Universität Konstanz. Wie sie nun in der Fachzeitschrift „Advanced Science“ berichten, konnten sie erstmalig den Stromfluss durch ein einzelnes Molekül mit Hilfe von Licht einschalten.

Die molekulare Elektronik wird zukünftig ein Fenster hin zu neuartigen und immer noch kleineren und zugleich energieeffizienten Bauelementen oder Sensoren...

Im Focus: Wie Blutgefässe veröden: Zellen verschmelzen mit sich selbst

Zellen im Blutgefäßsystem von Wirbeltieren können mit sich selbst verschmelzen. Diesen Prozess, der auftritt, wenn ein Blutgefäß nicht mehr benötigt und zurückgebildet wird, hat das Forschungsteam von Prof. Markus Affolter am Biozentrum der Universität Basel erstmals auf zellulärer Ebene beschrieben. Die Ergebnisse der Studie sind im Fachjournal «PLoS Biology» veröffentlicht.

Blutgefässe bilden das Versorgungsnetzwerk des menschlichen Organismus. Sie versorgen ihn mit Sauerstoff und Nährstoffen bis in den letzten Winkel jedes...

Im Focus: Pruning of Blood Vessels: Cells Can Fuse With Themselves

Cells of the vascular system of vertebrates can fuse with themselves. This process, which occurs when a blood vessel is no longer necessary and pruned, has now been described on the cellular level by Prof. Markus Affolter from the Biozentrum of the University of Basel. The findings of this study have been published in the journal “PLoS Biology”.

The vascular system is the supply network of the human organism and delivers oxygen and nutrients to the last corners of the body. So far, research on the...

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Zurück zu den Wurzeln – größte nationale Tagung für Nuklearmedizin in Hannover

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DFG-UNU-Konferenz in New York: Wie kann Wissenschaft zur globalen Nachhaltigkeit beitragen?

20.04.2015 | Veranstaltungen

Mehr Schutz vor Krankenhauskeimen

20.04.2015 | Veranstaltungen

 
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Meeresströmungen beeinflussen Methanabbau

20.04.2015 | Geowissenschaften

Bahnbrechende Erkenntnis: Robben interpretieren ihre eigene Bewegung

20.04.2015 | Biowissenschaften Chemie

Earth Day 2015 - Platin dreht sich immer im Kreis

20.04.2015 | Ökologie Umwelt- Naturschutz